Wandern

Auf schroffen Felsen unterwegs…

a WP_20160227_10_30_11_ProDas Ahrtal – Ausläufer des rheinischen Schiefergebirges – der Mayschoßwald.

Heute trieb es uns wirklich in eine Dimension, die ich so gar nicht erwartet hätte. Und ehrlich gestanden – so manches mal hatte ich schon Muffensausen.

Dazu gleich aber mehr.
Wollten wir heute eine Wanderung von ca. 11 Kilometern machen, nicht zu lang, denn so ganz in Ordnung war ich die letzte Woche nicht. Aber es kam, wie es kommen musste… Irgendwie war ich dann doch wieder anders unterwegs, als die ursprüngliche geplante Route es zeigte. Hier nochmal hin – dort mal schauen … Und schwups – waren es dann knapp 15 Kilometer.

An Schönheit war diese Tour nicht zu überbieten. Es war brillant. Aber dennoch – es war anspruchsvoll – und nicht nur einmal kam mir der Gedanke: Du MUSST dringend was daran tun, dass die Jungs auf kleinste Anweisungen reagieren. Denn wenn auf Schieferfelsen der steile Abgrund daneben winkt, dann spätestens kommt man ins Schwitzen und ins Grübeln.

Dennoch – es war eine fantastische Tour und ich bin mächtig stolz auf die Jungs.

Vom Parkplatz hatten wir in da WP_20160227_10_02_50_Proer Morgensonne die Burg Are über uns. Diese stammt ca. aus dem Jahre 1100 und die Ruine ist fantastisch anzusehen. Leider fehlte zum Ende der Tour einfach die Kraft auch noch da hoch zu stapfen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

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Zogen wir also vom Parkplatz zunächst einmal an einem Ahr-Nebenarm los, nicht wissend, was uns noch erwarten würde.

a WP_20160227_10_29_39_ProGleich auf Kilometer 2 dann schon ein kleiner Vorgeschmack. Klar. Wir sind in den Schiefergebirgen unterwegs. Also stiefelten wir – bzw. teilweise kletterten wir zum ersten interessanten Punkt hoch. Dem Schwarzen Kreuz oberhalb von Altenahr.

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Das Schwarze Kreuz ist ein Denkmal, auf dem Felsen „Heislei“. Die Überlieferung sagt, das an dieser Gefahrenstelle ein Kind tief herunter gestürzt ist in den Strudel des Wassers. Ein Mann namens Caspari rettete das Kind und darauf hin wurde das Schwarze Kreuz dort aufgestellt.

Auf dem mittleren Bild sitzt Laurin genau am Abhang. Da hatte ich das erste mal etwas „Schiss“. Aber die Jungs können sich ja doch benehmen. 🙂 Denn dort ging es mächtig steil hinab.

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Weiter ging es dann – immer mal wieder über den Ahr-Höhen-Steig Richtung Teufelslei. Ein steiler, felsiger Weg. Der Gipfel der Teufelslei liegt in 495 Meter Höhe. Und ich muss sagen – berauf war alles easy – bergab hätte ich sie töten können … die Jungs…. Langsam —- (jep – hier ist nun Trainingsbedarf. Definitiv!)

 

 

 

Dann folgten wir – nun schon nicht mehr der geplanten Route folgend in Richtung Koppen. Der Gipfel ist auf 475 Meter Höhe. Allerdings ging es immer wieder berauf- bergab. Mal leichter, meistens aber herrliche Pfade, hin und wieder auch mal etwas beschwerlicher.

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Rinchen und der Müffjö in der Regel gut voran. Wie gesagt – bergauf alles prima. Bergab ***grmpf***  Und nach dem Koppen ging es dann Richtung Schrock. Einen Aussichtspunkt auf caa. 400 Meter Höhe. (Im Bild rechts mit dem roten Pfeil markiert.) Da wollten wir dann hin.  Wie sollte es anders sein – hoch und runter.

Und dann war der Schrock in greifbarer Nähe. Jipieh… Hier wollte ich dann auch eine Rast einlegen, etwas Essen und einfach mal die Aussicht genießen.

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Und die Aussicht war wundervoll. Ich kann einfach nur schwärmen. Beste Sicht. Wanderfreundliche 7 Grad, die mir aber wesentlich wärmer vorkamen.

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Bild links: Blick zur Teufelslei
Bild mitte: Wahnsinnssicht bis ins Siebengebirge
Bild rechts: Ein Zurückblick in Richtung Koppen

Nach einer 30minütigen Pause – Laurinchen hatte schon wieder Hummeln im Hinter – ging es dann wieder los. Ab jetzt werden die Bilder auch spärlicher. Meine Kräfte schwanden dann doch so langsam. Die Jungs gar nicht müde, machten halt keinen Unterschied ob es auf- oder abwärts ging. Und wir mussten einige felsige Passagen laufen. Echt – manchmal hatte ich den Kaffee auf. Wir folgten dem GPS zum Hornberg, der auf 395 Meter liegt. Ließen den Gipfel aber passieren und wanderten dann etwas unterhalb weiter in Richtung Teufelsloch.

Der schmale Grat dort hinauf (Teilweise waren die Pfade wirklich nur 40-50 cm breit mit Seilsicherungen an der Seite) und der steile Abhang auf der anderen Seite hielten mich davon ab, hier auch noch Bilder zu machen. Zu sehr musste ich die Jungs im Zaum halten.

Zum Teufelsloch gibt es eine Sage: Abgekürzt „Teufel „killt“ Schwiegermutter, die sich dort als Jungfrau ausgibt. Und als sie sich in die grässliche Schwiegermutter zurück verwandelt, schmeißt er sie kurzerhand durch den Felsen. Deshalb ist dort nun ein Loch im Felsen.

a WP_20160227_14_25_03_ProEigentlich wollte ich dann den Ahr-Höhenweg dort weitergehen. Hatte aber ehrlich gesagt jetzt keinen Mut mehr, weil ich einfach nicht wusste, was mich noch erwarten würde. Meine Beine waren doch etwas „mitgenommen“. Also bin ich wieder den Weg zurück. Und entgegen meinen Prinzipien, habe ich dann die Hund auf dem schmalen Grat nach unten von den Leinen gelöst. In der Hoffnung, sie würden gut auf sich aufpassen. Das taten sie auch. Kaum mal einen winzig kleinen Abstecher noch oben! 🙂  Und auf „Warte“ und „Hierbleiben“ blieben sie weitestgehend gesittet in meiner Nähe. Und ich konnte mich ganz auf mich konzentrieren ohne die Zugverstärker bergab auf Felsenpfaden.

40 Minuten später waren wir dann wieder im Tal und ließen die letzten 1,5 Kilometer locker ausklingen. (Natürlich – wie es sich im Naturschutzgebiet ziemt – auch wieder mit angeschnallten Hunden.)

Es war eine herrliche Wanderung. Und ich bin sicher, dass wir in absehbarer Zeit die eigentlich geplante Route – dann auch die Burg Are mitnehmend – nochmals gehen werden.

 

 

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Fazit:

a WP_20160227_14_31_11_ProDas Ahrtal und die Herausforderungen nehmen wir immer wieder gerne an. Nun ist aber erst einmal „Verschnaufen“ angesagt.

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1 Kommentar zu “Auf schroffen Felsen unterwegs…

  1. Ich gebe Dir Recht. Meist kennt man das Ahrtal vom Rotweinwanderweg und evtl. auch vom Ahrtalweg.
    Aber einige Passagen – so wie Du sie heute gegangen bist – sind schon recht anspruchsvoll.

    Manchmal bin ich auf ähnlichen Strecken auch nervös, weil ich Sorge um die Hunde habe.
    Gerade auf den Schieferpassagen. Wenn man selber schon nicht sicher ist, ob mal heile ankommt.

    Auf jeden Fall hast Du eine schöne Tour bei bestem Wetter hingelegt.

    Wenn Du magst, gib für das nächste Mal in der Ecke rechtzeitig Bescheid.

    LG: Mungo

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