Wandern

Projekt Eifel-Wandern

a P1460112Einigermaßen gut vorbereitet, starteten Laurin, der Müffjö und ich heute zu unserer ersten Eifeltour.

Abfahrt hier um kurz vor 7 Uhr in der Frühe mit dem Ziel „Manderscheid“. Leider war die Anfahrt schon gespickt mit einigen Hindernissen, denn einige Orte in der Eifel waren schlichtweg gesperrt, so dass wir einige Umfahrten in Kauf nehmen mussten.

Nichts desto trotz – um 9.15 Uhr starteten wir vom Parkplatz aus an der „kleinen Kyll“ entlang. Wir hatten uns eine Route ausgesucht – waren aber noch nicht schlüssig, ob wir die 20 KM Tour mit einer Übernachtung machen sollten oder ggf. eine etwas abgespeckte Variante von ca. 14 Kilometer ohne Übernachtung.

Es kam natürlich anders als geplant.

Meine Apps (wohlwissend, dass die nicht immer zuverlässig sind, von daher 2 Apps geladen) hielten mich zum Narren. Auch wenn ich – ebenfalls wohlwissend – mir die Karte offline gespeichert hatte, da ja bekanntlich in der Eifel die Verbindungen nicht immer so prickelnd sind, führten die mich etwas in die Irre.

Dann eben nicht! Und ich habe mir meine Ziele ausgeguckt und mich nur per „Standortbestimmung“ orientiert. Ansonsten sind wir 3 halt so weitermarschiert.

Meine Jungs waren guter (teilweise zu guter) Dinge. Ich wusste ja, dass es anstrengend sein würde, die beiden Vollblut-Spaniel am Bauchgurt zu haben. Dass die beiden aber nicht müde wurden, verlangte von mir alles ab.

Auf Sauerseifen (eine kleine Wohngemeinschaft mitten im Wald) sind wir dann auf den Maas-Rhein-Weg abgebogen. Von dort aus ging es hoch in den Wald hinein mit dem Ziel „Landesblick“ über Meerfeld und dem Meerfelder Maar.

Dort machten wir dann 40 Minuten Pause. Ich musste dann doch mal was Essen und die Jungs hatten ebenfalls nichts gegen einen kleinen Snack. Allerdings war Laurin danach auch nicht mehr nach Pause zu Mute. Er wollte weiter. Pause-machen ist Mist. Das hat er lautstarkt herausposaunt. Aber ICH habe auf 40 Minuten etwas bestanden.

Nach der Pause ging es dann weiter auf dem Maas-Rhein-Weg runter nach Meerfeld. Dort wollte ich um das Meerfelder Maar rumwandern.

Anstrengender konnte es nicht sein für mich. Spaniels am Gurt und Wasser in greifbarer Nähe. Ich hatte schon etwas Sorge, dass sie mich mit ins Wasser ziehen würden. Da musste ich meine ganze Kraft zusammen nehmen. Schließlich bestimme ich – solange die Leinen dran sind – wo es lang geht. Und das bestimmt nicht ins Wasser.

Keine Sorge – ich bin kein Spanielquäler. Sie bekamen ihren geliebten Ball und durften dann auch mal im Maar baden gehen. Fanden sie großartig!

Vom Meerfelder Maar aus ging es dann im Tal neben dem Meerbach wieder zurück nach Manderscheid.

Hatte ich mir für die „Ein-Tages-Tour“ doch ca. 14 Kilometer vorgenommen (die größere Tour habe ich mir geschenkt, weil ich am Ende meiner Gegenzugkräfte war) sind es dann doch knapp 17 Kilometer geworden. Das kommt davon, wenn man sich auf Technik verlässt.

Manchmal kam etwas Wehmut auf während der Tour. Habe ich meinen geliebten Erziehungsberechtigten doch arg vermisst. Ganz klar – mit ihm war das Handling der Langohren schon leichter. Von daher war ich sicherlich hier und da mal etwas unwirsch. Aber ich glaube, die beiden haben es mir nicht übel genommen.

Laurin zeigt sich sehr clever was die beiden Leinen angeht. Er versteht es brillant sich so zu bewegen, dass er immer die Leine des anderen im Blick hat. Von daher hat er sich nicht ein einziges Mal irgendwie mit seiner Leine verheddert. Dafür ist er eine Wildsau was das Ziehen angeht. „Wenn ich schon nicht frei laufen darf, dann bin ich halt geistig nicht anwesend. MICH kann hier niemand meinen.“

Caps versuchte schon, sich irgendwie immer wieder zu mir zu orientieren. Nahm meine Hörzeichen „laaaangsam“ oder „easy“ recht nett an. Dafür war ab der Hälfte der Strecke seine Konzentration nicht mehr so ganz auf der Höhe. Und damit fing es auch an, dass er nicht mehr auf die Leinen achtete. Und somit musste ich ihn mehr als mehrfach von Leinenverhedderungen befreien.

Wir schafften die Strecke inklusiv Pause in 5 Stunden und 15 Minuten.

Nun sind die beiden ziemlich zufrieden und ratzen hier rum. Ich selber habe ein kurzes heißes Bad genommen und denke, dass ich morgen mit Po- und Oberschenkel-Muskelkater zu kämpfen habe.

Es war ein tolles Erlebnis, was wir sicherlich nun öfter wiederholen werden!

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